Schizophrenie – ein seltenes und interessantes Krankheitsbild.

 

Was ist Schizophrenie?

Die Schizophrenie gehört zu den endogenen Psychosen, betrifft etwa ein Prozent der Bevölkerung[1] und ist von Störungen des Denkens und der Wahrnehmung, der Sprache und der Gefühlswelt[2] geprägt. Dazu zählen unter anderem Wahnvorstellungen und Halluzinationen. Abgesehen davon äußert sich die Schizophrenie durch inadäquate oder verflachte Affekte, eine wenig expressive Mimik und die kognitive Leistung kann während der aktiven Psychose – Phase – beeinträchtigt sein, ansonsten nicht.

Formen von Schizophrenie

Zur Schizophrenie zählen die paranoide, katatone und hebephrene Schizophrenie. Die häufigste Form ist die paranoide Schizophrenie, die von einem Beziehungs-, Verfolgungs- sowie Größenwahn und dem Stimmenhören geprägt ist.

Bei der hebephrenen[3] Form ist das Denken häufig zusammenhanglos und unlogisch. Die Betroffenen lachen zum Beispiel auf einer Beerdigung oder reden viel, ohne Zusammenhang und in Wortfetzen. Manchmal kommt es sogar zum Redeverlust.

Das Verhalten ist häufig distanzlos und insgesamt inadäquat. Während einer akuten Phase sind die Betroffenen häufig entweder leicht depressiv oder manisch.

Für die katatone Form der Schizophrenie sind die psychomotorischen Auffälligkeiten typisch: Die Betroffenen verharren häufig in einer bizarren Position, laufen ziellos umher oder wiederholen ständig, was eine andere Person gesagt hat. Es kann jedoch auch zur Bewegungsstarre und dem Starrezustand, dem sogenannten Stupor, kommen. Sie verharren dann stundenlang in einer sehr ungewöhnlichen Lage oder Position. In einem solchen Zustand reagieren und sprechen die Schizophrenen nicht mehr (Mutismus).

Symptome von Schizophrenie

Ein häufiges Symptom von (paranoider) Schizophrenie ist das Stimmenhören. Die Betroffenen hören imaginative Stimmen und fühlen sich von diesen bedroht oder ausspioniert. Manche haben das Gefühl des Gedankenentzugs oder der Gedankeneingebung. Auf Grund einer sehr starken und intensiven Innenwelt sind die Schizophrenen, sofern sie keine oder regelmäßig Medikamente, sogenannte Neuroleptika, einnehmen, stark mit sich selbst beschäftigt, in sich gekehrt und zeigen manchmal die Tendenz zum Rückzugsverhalten. Weitere Symptome können Motivationslosigkeit, eine emotionale Verflachung sowie Antriebslosigkeit, Schlafstörungen, starke innere Unruhe, Aggressivität (vor allem zu Beginn einer Schizophrenie) und Angstgefühle sein. Symptome wie zum Beispiel Freudlosigkeit, Einzelgängertum und eine scheinbar gleichgültige Gemütslage treten häufig zu Tage. Weitere Begleiterscheinungen sind eine veränderte Körpermotorik.

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https://indayi.de/?s=Schizophrenie

 

[1] https://www.google.com/search?client=firefox-b-d&q=Schizophrenie+Prozent

[2] https://de.wikipedia.org/wiki/Schizophrenie

[3] https://www.netdoktor.de/krankheiten/schizophrenie/