Leicht erhöhte Radioaktivität in Nordeuropa – was bedeutet das für uns? Wie gefährlich ist sie für Menschen und was sind die Gründe und Hintergründe?

 

Ist die erhöhte Radioaktivität gefährlich?

Erhöhte Radioaktivität: Wenn wir das hören, stehen uns die Haare zu Berge. Es entstehen sofort desaströse Bilder in unserem Kopf. Diesmal aber kommt die erhöhte Radioaktivität weder aus Fukushima noch aus Tschernobyl, sondern aus Nordeuropa.

Sie gibt uns jedoch laut aktueller Erkenntnisse keinen ernsthaften Anlass zur Besorgnis. Es wurde bereits seit Anfang Juni eine erhöhte radioaktive Strahlung in Nordeuropa, genaugenommen in Finnland, Norwegen und in Teilen Schwedens, gemessen. Die CTBTO, die Organisation des Vertrages über das umfassende Verbot von Nuklearversuchen, sagte über Twitter aus, die Werte seien für die Menschen, die Umwelt und die Tiere ungefährlich[1]. Die Menge der radioaktiven Partikel in der Luft seien zwar höher als normal, aber nicht gesundheitsgefährdend für Mensch und Tier.

Es fing damit an, dass in der ersten Juniwoche zwei Messstationen im Nordosten Norwegens an der Grenze zur russischen Halbinsel Kola sehr geringe Mengen an radioaktivem Jod-131 ergeben haben[2]. Eine weitere Messstation in Spitzbergen registrierte ebenfalls das radioaktive Jod-131.

Und eine Messstation in Schweden hat folgende Werte gemessen: Cäsium-137, Cäsium-134 und Ruthenium-103, so Zerbo.[3] Man geht hierbei von einer zivilen Herkunft aus: es werden Schäden an einem Brennelement in einem Atomkraftwerk vermutet.

Herkunftsgebiet der erhöhten Radioaktivität

Die erhöhte Radioaktivität wurde im südlichen Dritten Schwedens, in der Sudhälfte Finnlands, in Estland, Lettland sowie im Nordwesten Russlands und St. Petersburg gemessen, festgestellt und als Herkunftsgebiet(e) markiert.

Gründe und Hintergründe

Laut Angaben des russischen Atomkonzerns Rosenergoatom sind in seinen Atomkraftwerken Leningrad und Kola keine Fehler und Auffälligkeiten festgestellt worden. Auch haben die Emissionen in dem benannten und untersuchten Zeitraum keine Kontrollwerte überschritten, sagte ein Sprecher der russischen Nachrichtenagenturen. Die Ursachen sind also noch unklar.

Jedoch hält man Schäden an einem Brennelement in einem Atomkraftwerk für wahrscheinlich, wie die niederländische Behörde mitteilte, da es sich erstens um künstliche Nukleide handele und zweitens die Radiounklide aus Westrussland kommen.

Außer Russland betreiben noch Schweden und Finnland Atomkraftwerke, die aber ebenfalls keinen Zwischenfall gemeldet haben, und in den baltischen Staaten sind keine Reaktoren mehr in Betrieb.

Ähnlicher Fall 2017

2017 gab es einen ähnlichen Vorfall: Es wurde in mehreren europäischen Ländern, darunter auch in Deutschland, radioaktives Ruthenium-106 gemessen. Auch damals war die Ursache unklar, mehrere Studien gingen jedoch von einer bestehenden Nuklearanlage in Russland aus.

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https://indayi.de/?s=Radioaktivit%C3%A4t

https://indayi.de/gifte-in-der-technologie-vermeiden/

https://indayi.de/spruch-des-tages-30-september-2019-krebspraevention-durch-vermeidung-von-giften-in-der-technologie/

 

 

[1] https://www.stern.de/panorama/weltgeschehen/leicht-erhoehte-radioaktivitaet-in-nordeuropa-registriert-9317184.html

[2] https://www.t-online.de/nachrichten/panorama/buntes-kurioses/id_88136068/quelle-in-russland-nordeuropa-registriert-erhoehte-radioaktivitaet.html

[3] https://www.fr.de/panorama/erhoehte-radioaktivitaet-nordeuropa-gemessen-quelle-unklar-russland-zr-13813909.html